Dumm gelaufen!
Februar 21, 2008
In letzter Zeit ist tatsächlich vieles dumm gelaufen. Zum einen natürlich die Facharbeit, die ich viel zu spät anfing um zu bemerken dass die Quellen ziemlich begrenzt sind. Dann der gestrige Tag, an dem ich Geld holen wollte, eigentlich reine Routine, und dann in der Bank mein Passwort nicht mehr in die Tasten bringen konnte. Jetzt ist meine Karte gesperrt und ich muss mich mit meiner Bank in Verbindung setzen um eine neue zu bekommen. Unpraktisch ist, das die Öffnungszeiten beinahe exklusiv am Vormittag angesiedelt sind, an denen ich a) in der Schule sitze und b) mein Juniorticket nicht benutzen kann. Donnerstag ist der einzige Tag an dem die Bank auch am Nachmittag für mich erreichbar ist, aber dummerweise habe ich Donnerstag Nachmittag schon einen wichtigen Arzttermin. Dumm gelaufen!
Ach, bevor ich es vergesse: Es entstehen natürlich noch Folgefehler aus den unplanmäßigen Widerständen meiner Wochenplanung! Am besagten Dienstag, an dem ich kein Geld holen konnte wollte ich, mit dem Geld aus der Bank, ein Poker-Strategiebuch kaufen. Konnte ich logischerweise nicht. Nun blieben meine Poker-Fähigkeiten auf demselben Niveau und ich verlor dadurch an diesem Abend 5€ beim Pokerabend mit meinen Freunden. Ob ich mit den neuen Strategien besser abgeschnitten hätte sei dahingestellt, es passt jedoch eindeutig ins Bild.
Sweet.
~André
Ich find den nich…!
Februar 17, 2008
Dieser Post existiert nur um zu existieren. Ich wollte lediglich mal wieder was schreiben, nachdem der letzte Beitrag schon 5 Tage her ist.
Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ich fasse es mal in Schlagworten zusammen:
Schule, Langeweile, Fußball, Langeweile, Base-Chat, Absinth, Risiko, Würfel, Halli Galli, Karten, Hannes, Till, Chris, Jenni, Severance, Alkohol, Schokoladenfondue, Trinkspiele…
Hört sich lustig an, war es auch.
Gute Nacht,
~André
Fernweh
Februar 12, 2008
Die Ferne zieht mich magisch an, zumindest gefällt mir der Gedanke. Vielleicht liegt es schlicht und ergreifend daher dass hier nichts so läuft wie es laufen könnte (sollte?), aber die Vorstellung diesen Ort einfach von heute auf morgen zu verlassen und einfach gen Osten zu fahren macht mir herzklopfen. Auch wenn ich momentan über mein Umfeld nicht glücklicher sein könnte überwiegt meine innere Überzeugung dass ich hier irgendwann wahnsinnig werde.
Ich stelle mir die Reise sehr romantisch vor. Ich steige in einen Zug, ohne sein Ziel zu kennen, verstecke mich vor Schaffnern und schlafe nachts in der Bahnhofsmission oder einer Jugendherberge. Tagsüber erkunde ich unbekannte Gefilde, treffe interessante Menschen und verlasse den Ort nach kurzer Zeit wieder.
Sind dann irgendwann alle Tapeten gewechselt mache ich mich auf den Rückweg und stagniere wieder in der alten Routine, dem Alltag den ich so verabscheue.
Grüße aus Prag,
~André
Float On
Februar 11, 2008
Heute war ein interessanter Tag.
Morgens habe ich keinen Sinn gesehen zur Schule zu gehen und hab lieber länger geschlafen, nachmittags habe ich endlich einen Termin beim Psychiater genommen und bin nach Köln gefahren, um in der Uni-Bibliothek nach Quellen für meine Facharbeit zu suchen.
Das hat nicht zu meiner Zufriedenheit funktioniert, was mich dem Entschluss immer näher bringt einfach keine Facharbeit zu schreiben, oder aber eine inhaltlich unzureichende, für die ich mich später vielleicht schäme.
Es hat mich dann noch ein bisschen durch Köln getrieben, wo ich mich erfolgreich dem Spendengesuch einer jungen Studentin für irgendeine Kinderhilfe entziehen konnte (eine Einzelspende hätte ich ja gerne gemacht, aber es sollte ein Spendenabo über mindestens ein halbes Jahr werden).
Im Media Markt (es war kein gescheiter Plattenladen in der Nähe) habe ich mir dann noch „Good news for people who love bad news“ von Modest Mouse gegönnt, dem auch der Titel dieses Beitrags gewidmet ist. Schöne CD.
Schmerzlich erfahren musste ich an diesem Montag dass ich morgen nicht wie erhofft ausschlafen kann, sondern am ersten Drehtag unseres Literatur-Films mitwirken muss. Einerseits habe ich mir erhofft diesen zu verpassen, da ich einen großen Streit für dieses Projekt vorhersehe, andererseits macht es vielleicht auch Spaß sich mit meinen Mitschülern über so etwas inhalt- und belangloses zu streiten.
Ich gehe jetzt 2 Stunden früher als sonst, und ohne etwas gegessen zu haben (außer einem Stück Kuchen und einem Brot am Mittag) ins Bett, mit ein bisschen Glück treibe ich noch ein bisschen weiter, während mich die Stimme von Isaac Brock in den Schlaf wiegt.
~André
Warum tust du dir das an?
Februar 10, 2008
So lautet die Frage die sich wohl jeder Schüler an einem gewissen Punkt stellt. Aber was ist wenn man über diesen Punkt hinaus ist, einmal den Erdball umrundet, und dann wieder an diesem Punkt ankommt?
Wenn ich mir am Anfang des Jahres schon darüber klar gewesen wäre das man irgendwann einfach nicht mehr will/kann, hätte ich im letzten Halbjahr zur Abwechslung mal Hausaufgaben gemacht und aufgepasst, den da wo ich jetzt stehe gehts in alle Richtungen bergab:
1. Möglichkeit: Weitermachen wie bisher, sich irgendwie das Abitur ermogeln
2. Möglichkeit: Aufhören nach diesem Jahr
3. Möglichkeit: Dieses Jahr wiederholen und nach der 12 abgehen
Klingt alles irgendwie nicht sehr prickelnd, vor allem wenn man bedenkt das Möglichkeit 1 meinen Hirntot vorraussetzt und das ich Möglichkeit 3 kein ganzes Jahr aushalte. Möglichkeit 2 ist auch nicht sehr prickelnd, wenn ich mir meine Noten so ansehe. Ich habe zwar keine großen Ambitionen (FH wäre mein Untergang), aber Bewerbungen haben es irgendwie an sich dass Schulnoten eine große Rolle spielen.
Egal was ich tue, ich nehme Schaden, ein klassisches Dilemma. Ich habe mir das zwar selber zuzuschreiben, aber ich bereue nichts. Bis jetzt.
~André
Things you regret
Februar 9, 2008
Seit gestern habe ich kein Handy mehr. Garantiefall, in 2 Wochen bekomme ich ein Neues.
Sowas bringt einen natürlich zum Nachdenken, keine Gedanken philosophischer Natur, sondern schlicht und ergreifend: „Wo bekomme ich für die 2 Wochen ein Ersatzhandy her?“
Zum Glück habe ich ein zweites Handy in meiner Schublade, aber wo ist eigentlich das Akkuladegerät? Nach einer kurzen Suche fällt es mir wieder ein. Verschenkt habe ich es, an eine Freundin die ihres verloren hatte. Es fühlte sich zweifellos richtig an es zu verschenken, wer benötigt auch schon sein altes Handy samt Ladegerät nochmal, wenn er sich doch ein brandneus mit Vertrag gegönnt hat? Im Nachhinein war es dann doch nicht so uneingeschränkt richtig, aber das kann man ja nicht wissen.
~André
Motivation = ( )
Februar 8, 2008
Heute bin ich klüger geworden. Zumindest behauptet das mein Mathe-Lehrer.
Leere Phrase oder große Wahrheit?
Heute morgen um 9:45 Uhr war ich mir dessen nicht wirklich sicher, die Tücken der Mathematik nach 90 Minuten abgeschüttelt zu haben war erstmal die Hauptsache.
Trotz meiner anfänglichen Skepsis hat mich dieser Satz dennoch den gesamten Nachmittag beschäftigt. Dabei stellt sich mir die Frage: Was bedeutet „Klugheit“ überhaupt? Wikipedia sagt dazu:
Klugheit ist in zwei Richtungen abzugrenzen: Im Gegensatz zum auf das Allgemeine gerichtete Wissen (greich. episteme), richtet sich die Klugheit auf den einzelnen konkreten Fall mit der Absicht in ethischer Hinsicht das Gute, Zuträgliche und Angemessene zu erreichen. Auf der anderen Seite grenzt sie ihre Bindung an die moralische Lebensführung von Schlauheit, Gerissenheit und Verschlagenheit ab.
Ob ich diese Fertigkeit durch eine geometrische Erleuchtung erlangen kann ist mehr als fraglich.
Hat er Unrecht?
Oder merken wir gar nicht wenn sich unsere Fertigkeit das ethisch Richtige zu tun verbessert?
Auf den konkreten, von meinem Lehrer benannten Fall lässt sich die Definition nur sehr abstrahiert (Mathematik ist ja bekanntermaßen eine einzige Abstraktion des Abstrakten) anwenden, und das reicht mir ehrlich gesagt nicht.
Wahrscheinlich mache ich mir aber auch einfach zuviele Gedanken über eine simple Phrase, die den hoffnungslosen Schülern eines Mathematik-Grundkurses ein Fünkchen Selbstachtung zu geben versucht, damit sie das neue Thema mit einem positiven Gefühl beginnen können.
Ich für meinen Teil werde mich heute der etwas schöneren Mathematik zuwenden, dem Pokerspiel.
~André
Eine Ode an die Nachdenklichkeit
Februar 7, 2008
Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Wer begleitet mich?
Wir stellen uns laufend diese Fragen, aber beantworten wir sie auch? Kommt man überhaupt dazu sie zu beantworten oder sind Teenager-Zeit und Midlife-Crisis die einzigen Momente der Unendlichkeit in denen wir uns die Zeit nehmen, obwohl wir nie Zeit haben, darüber nachzudenken? Ich kann das Problem nur aus meiner Perspektive schildern, aber wenn dieser Blog (und das Internet, und Ich, und unsere Gesellschaft, und der Kapitalisums….nein, der wohl eher nicht) noch 30 Jahre existiert kann ich vielleicht eine Gegendarstellung der zweiten Denkphase darlegen.
Während ich mir, nachdem ich mir die Zeit gewaltsam genommen habe, Gedanken über mich selbst mache, kommt immer die Überlegung auf ob es überhaupt möglich ist sich selbst zu ergründen.
Vielleicht macht auch genau das die Spannung des Lebens aus, nicht zu wissen wer man ist und sogar sich selbst gegenüber unberechenbar zu sein. Natürlich ist das etwas naiv, aber manchmal ist es schön naiv zu sein und sich einfach mal dem kalten, rationalen Denken zu verweigern, und die Romantik der Naivität zu genießen. Leider bin ich nicht naiv.
Was soll ich also tun wenn ich die Frage immer wieder aufrolle, aber zu keinem Ergebnis komme? Ständiges Nachdenken hat bisher keine Frucht getragen, und wenn man merkt das man in einer Salzwüste nur schwer Getreide anbauen kann sollte man entweder den Standort oder die Feldfrucht ändern. Leider habe ich momentan keine Landkarte und auch keine anderen Pflanzensamen.
Mein Problem der Selbstfindung scheint dahingehend akut zu werden, wenn ich mir Gedanken über die Zukunft machen will/soll/muss. Woher soll ich wissen was ich später einmal (wobei dieses „später“ bedrohlich nahe rückt) machen möchte? Ich kenne zwar meine Interessen, aber kenne ich meine Bestimmung (sofern es eine gibt)? Vielleicht bin ich ja der begabteste Geologe aller Zeiten und werde es niemals erfahren, weil ich mich entschieden habe Schuhe zu verkaufen. Vielleicht bin ich aber auch ein begnadeter Schuhverkäufer und habe mich genau richtig entschieden.
Warum sollte ich also meine Zeit in der Schule verschwenden, wenn die Schule des Lebens viel wichtigere Geheimnisse entschlüsseln kann? Auch hier stehe ich wieder vor einem Dilemma: Ich kann Jahre meines Lebens opfern um dann herauszufinden das ich meinen „optimalen“ Lebensweg nicht mehr erreichen kann, weil mir die Universität den Einlass verwehrt? Oder aber ich opfere Jahre meines Lebens um alles auf die 42 zu setzen und mich an den Prozenten feshalte.
Für mein Pokerspiel kann ich mir das vorstellen, für mein Leben eher weniger.
~André
I might need a break
Februar 6, 2008
Hallo lieber Weblog, da bin ich wieder.
Es ist ja jetzt schon ein bisschen her dass ich dich besuche, und seit dem letzten Mal ist meine Rechtschreibung noch nicht besser geworden. Und das ist nicht alles. Die Fernsehgeschichte ist zu meiner Zufriedenheit gelaufen, um ehrlich zu sein hätte aber jeder Mensch mit ein wenig Verstand RTL und Konsorten in den letzten Monaten auf die hinteren Sendeplätze verbannen müssen, aber das ist ein anderes Thema, denn positive Geschehnisse sind ja wenig brisant un von daher zu vernachlässigen.
Eben deshalb sollst du, lieber Weblog, mir als Ort der Reflektion meiner Person und meines Handelns dienen, weniger für den geneigten Leser, sondern vor allem für mich selbst. Denn wer kann im Alter von 18 Jahren schon einen klaren Kopf vorweisen? Die vielen Puzzle-Teile in meinem Kopf, über die ich mich definiere, sind noch lange nicht zu einem Bild verknüpft, und solange ich noch keines der vier Eckteile gefunden habe, brauche ich gar nicht erst anfangen über die Identitätskrise an sich nachzudenken, ich tue es aber trotzdem. Und wenn alles gut geht sogar regelmäßig.
~André