Fernweh

Februar 12, 2008

Die Ferne zieht mich magisch an, zumindest gefällt mir der Gedanke. Vielleicht liegt es schlicht und ergreifend daher dass hier nichts so läuft wie es laufen könnte (sollte?), aber die Vorstellung diesen Ort einfach von heute auf morgen zu verlassen und einfach gen Osten zu fahren macht mir herzklopfen. Auch wenn ich momentan über mein Umfeld nicht glücklicher sein könnte überwiegt meine innere Überzeugung dass ich hier irgendwann wahnsinnig werde.

Ich stelle mir die Reise sehr romantisch vor. Ich steige in einen Zug, ohne sein Ziel zu kennen, verstecke mich vor Schaffnern und schlafe nachts in der Bahnhofsmission oder einer Jugendherberge. Tagsüber erkunde ich unbekannte Gefilde, treffe interessante Menschen und verlasse den Ort nach kurzer Zeit wieder.

Sind dann irgendwann alle Tapeten gewechselt mache ich mich auf den Rückweg und stagniere wieder in der alten Routine, dem Alltag den ich so verabscheue.

Grüße aus Prag,

~André

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